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Der Digitalpakt Schule bringt die Digitalisierung auch in Jungingen voran

Um Fördermittel aus dem Digital-Pakt Schule in Anspruch zu nehmen, müssen Schulträger gemeinsam mit der Schule einen sogenannten Medien-Entwicklungsplan ausarbeiten (MEP). Der zuständigen Behörde muss hinreichend dargelegt werden, wo die Schule heute steht und wo man in Zukunft hin möchte. So soll die Qualität der Maßnahmen und der sinnvolle Einsatz von Steuergeldern sichergestellt werden – es kann also nicht einfach jeder Schulträger oder Rektor „wild drauf los kaufen“. Dies betrifft sowohl die Ausstattung der Schule beispielsweise mit Netzwerk, Computern, Notebooks, Beamern oder Displays usw., aber eben auch den Einsatz der Geräte aus pädagogischer Sicht. Beide Bausteine müssen aufeinander abgestimmt sein. So waren Schulleiter Tobias Lillge und Bürgermeister der Gemeinde Jungingen Oliver Simmendinger in den vergangenen Monaten damit beschäftigt den Medien-Entwicklungsplan der Grundschule gemeinsam auszuarbeiten.

Aufgrund der IT-Vergangenheit des Gemeindeoberhaupts, konnte glücklicherweise auf weitere Beratungsdienstleistungen verzichtet werden. Vor einigen Wochen erreichte die Verwaltung dann endlich das erhoffte Zertifikat bzw. die Genehmigung des MEP. Diese macht es nun möglich Fördermittel des Digital-Pakts abzugreifen. Konkret bedeutet dies, dass 80% der Anschaffungs- und Installationskosten in der Grundschule durch Bund bzw. Land gedeckt sind. Für Jungingen allerdings limitiert auf ein Budget von insgesamt 25.000 € - der Wert orientiert sich hierbei jeweils an den Schülerzahlen. „Mit diesen Mitteln ist jedoch durchaus eine vernünftige Umsetzung des MEP möglich und auch bereits im Haushalt 2021 vorgesehen. Wenn alles wie geplant läuft, wird die Grundschule Jungingen bereits im kommenden Schuljahr auch in den Klassenzimmern digital ausgerüstet sein“, äußert sich BM Simmendinger zufrieden. Begonnen werde im ersten Halbjahr mit dem Ausbau eines flächendeckenden WLANs. Zusätzlich zu den vorhandenen (Kreide-) Tafeln sollen Displays/Bildschirme aufgehängt werden, wo zukünftig auch digitale Inhalte präsentiert werden können. Dokumentenkameras ersetzen den Tageslichtprojektor. Mit je einem hochwertigen Klassenzimmernotebook (mit Touch-Funktion) können Dokumente und andere Inhalte schnurlos (ohne Kabel) auf das große Display (75 Zoll) übertragen werden. So steht den Lehrern und Schülern die gesamte Welt des Internets offen und kann dort, wo es aus pädagogischer Sicht sinnvoll erscheint, jederzeit abgerufen werden.

Zusätzlich zu den genannten Fördermitteln gibt es weitere spezielle Corona-Förderprogramme im Rahmen des Digital-Pakts, beispielsweise das Corona-Sofortausstattungsprogramm für Schüler und Lehrer. Die Gemeinde Jungingen erhielt in diesem Zusammenhang bereits 7.500 €. Für dieses Budget wurden noch vor Weihnachten insgesamt 8 Microsoft Surface 2in1 Geräte angeschafft – je hälftig aus Landes- und Bundesmitteln finanziert, ein Eigenanteil war nicht erforderlich.
Die Mischung aus Tablet und Notebook sei ideal, da man sowohl über Tastatur u. Maus als auch über Touch-Screen arbeiten könne. Dieser Tage fand die Übergabe der Geräte in der Schule statt, über die sich nicht nur Bürgermeister und Schulleiter, sondern das gesamte Lehrer-Kollegium freuen.