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Lebenslagen von A bis Z

Lebenslanges Lernen

Aufgrund demographischer Veränderungen (höhere Lebenserwartung und damit verbunden mehr ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen) und Umbrüchen in der Arbeitswelt (veränderte Arbeitsbedingungen, technischer Fortschritt, neue Berufsbilder) werden Bildung und Wissen zunehmend entscheidende Wettbewerbsfaktoren für jeden Einzelnen. Auch bei der Integration von Migranten und Migrantinnen oder älteren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in den Arbeitsmarkt spielt Weiterbildung eine nicht unwesentliche Rolle.

Da Lernen in allen Lebensphasen stattfinden sollte, hat sich dafür der Begriff "Lebenslanges Lernen" etabliert.

Lernformen und Lernvoraussetzungen

Weiterbildung entwickelt sich fort und ist ständigen Neuerungen unterworfen. Längst gibt es Alternativen zu Kursen im traditionellen Frontalunterricht. Durch den Einsatz neuer Medien und moderner Unterrichtsmittel haben sich neue Lernformen entwickelt:

  • Telelearning
    Beim Telelearning (Fernlernen) gibt es keinen persönlichen Kontakt zwischen den Lernenden und den Lehrenden. Die Inhalte werden über Medien vermittelt (z.B. Skripte, Bücher) und müssen im Selbststudium angeeignet werden.
  • E-Learning
    E-Learning ist eine Sonderform des Fernlernens. Dabei werden Lernmaterialien und -inhalte als digitale Medien (Web Based Training - WBT oder Computer Based Training - CBT) präsentiert und an die Lernenden meist über eine Lernplattform verteilt.
    Im Gegensatz zum reinen Telelearning finden beim E-Learning häufig auch Kommunikationsprozesse zwischen Lernenden und Lehrenden, aber auch zwischen den Lernenden selbst statt. Diese werden über die Lernplattform (meist über das Internet) organisiert und abgewickelt. Auch persönliche Kontakte können in einem solchen Szenario über Audio- und Videoverbindungen stattfinden.
    Die technologische Entwicklung im Bereich des E-Learning erlaubt es heute, praktisch alle in einer Präsenzphase möglichen Interaktions- und Kommunikationsformen in der Virtualität zu verwirklichen. Durch die Digitalisierung von Lerninhalten sind sogar darüber hinaus gehende Interaktionsformen möglich. So können z.B. mit Hilfe von "Application Sharing" alle Anwendungen oder Materialen, die auf einem beliebigen Rechner laufen oder gespeichert sind, sofort in den Unterricht integriert werden und allen Beteiligten weltweit zugänglich gemacht werden. Wollen Sie solche Szenarien einmal selbst erleben? Nehmen Sie doch einfach einmal an einer virtuellen Bildbetrachtung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe teil. Melden Sie sich dazu an bei: roland.bauer@km.kv.bwl.de. Die Möglichkeiten der internetbasierten Zusammenarbeit werden durch das Web 2.0, das allen Internetnutzern und Internetnutzerinnen erlaubt, Inhalte aktiv mitzugestalten, entscheidend erweitert. So können beispielsweise Inhalte mittels RSS-Feeds (kurze Nachrichten, die Sie über Änderungen oder neue Inhalte einer Website informieren und mittels Link direkt zu der Seite führen), Blogs (eine Art Tagebuch oder Journal, über das Neuigkeiten bekannt gegeben werden und die Nutzer und Nutzerinnen untereinander Kontakt halten können) oder Podcasts (Audio- oder Videodateien) an die Lernenden herangetragen und teilweise auch bearbeitet werden.
  • Mobile Learning
    Mobile Learning ist ortsunabhängiges Lernen mit tragbaren Endgeräten, z.B. wenn Sie einen Vortrag auf Ihrem Smartphone anschauen oder anhören
  • Blended Learning
    Blended Learning verbindet traditionelle Lehrmethoden mit digitalen Mitteln des E-Learning.

Auch in der Hochschulbildung werden immer häufiger neue Lernformen zusätzlich zum üblichen Vortrags- und Seminarangebot eingesetzt.

Das reichhaltige Angebot an unterschiedlichen Unterrichtsformen ermöglicht es Ihnen, die Weiterbildung auszuwählen, die Ihren Bedürfnissen und Lernvoraussetzungen am meisten entgegenkommt.

Wenn Sie sich für Weiterbildung interessieren, sollten Sie sich zuerst darüber klar werden, welche Voraussetzungen Sie für die Teilnahme an bestimmten Angeboten mitbringen.

Vergewissern Sie sich, ob die Präsentation von Inhalten Ihren individuellen Lerngewohnheiten entspricht:

  • Lernen Sie lieber gemeinsam mit anderen oder für sich alleine?
  • Wie können Sie sich Informationen am einfachsten einprägen? Wenn Sie
    • die Informationen lesen (visueller Lerntyp),
    • Vortragenden zuhören (auditiver Lerntyp),
    • schreiben oder sich mit Mitlernenden über die Inhalte austauschen (kommunikativer Lerntyp),
    • die Sache anfassen können (motorischer Lerntyp).

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